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Berufsausbildung nach §8b BAG

Die Berufsausbildung nach §8b BAG (ehem. Integrative Berufsausbildung) kann als Fortsetzung der schulischen Integration gesehen werden und soll Jugendlichen mit speziellem Unterstützungsbedarf einen anerkannten Ausbildungsabschluss ermöglichen.


 

Für eine Berufsausbildung nach §8b BAG kommen Jugendliche in Frage
- die ein Jugendcoaching (inkl. leistungsdiagnostischer Abklärung) durchlaufen haben und denen einen Berufsausbildung nach §8b BAG empfohlen wurde, d
- deren Zugehörigkeit zu einer der Zielgruppen durch das AMS bestätigt worden ist,
- die bereits eine Zusage für einen Lehr- oder Ausbildungsplatz haben
- die nicht älter als 24 Jahre sind,
- die sich bereits in einem Lehrverhältnis nach §1 BAG befinden, in diesem jedoch überfordert sind
- und für eine Zusammenarbeit mit der Berufsausbildungsassistenz bereit sind.

Eine Berufsausbildung nach §8b BAG kann in Form einer Verlängerten Lehre oder Teilqualifikation absolviert werden.

Im Rahmen einer Verlängerten Lehre kann die Lehrzeit um ein bzw. maximal zwei Jahre verlängert werden um dem Jugendlichen mehr Zeit zum Erlernen des Lehrstoffes zur Verfügung zu stellen. Der Besuch der Berufsschule ist verpflichtend, die Verlängerte Lehre wird mit einer Lehrabschlussprüfung abgeschlossen.

Der Fokus der Teilqualifikation richtet sich auf den Erwerb praktischer Fähigkeiten eines Lehrberufes. In dieser Form sollen die relevanten Ausbildungsteile eines Berufsbildes erlernt werden. Die genauen schulischen und berufspraktischen Inhalte, sowie Ausbildungsziele und –dauer werden vorab individuell in einem Ausbildungsvertrag ähnlich dem Lehrvertrag festgehalten. Die Teilqualifikation endet mit einer individuell festgelegten Abschlussprüfung über die erlernten Inhalte der Ausbildung.


Eine Berufsausbildung nach §8b BAG ist in jedem Lehrberuf möglich.

Jugendliche die eine Berufsausbildung nach §8b BAG absolvieren unterliegen den gleichen Rechten und Pflichten wie reguläre Lehrlinge. Alle gesetzlichen Grundlagen sind im Berufsausbildungsgesetz (BAG) geregelt.

Jeder Jugendliche (und dessen Netzwerk) in einer Berufsausbildung nach §8 BAG wird (verpflichtend) von einem/-r Berufsausbildungsassistent/-in betreut und begleitet.

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